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Intimacy oder In To Me I See




Intimität ist die Fähigkeit, zu sehen, was unter der Oberfläche vor sich geht. 

Fälschlicherweise wird Intimität häufig mit Sex gleichgesetzt, dabei ist Sex manchmal höchstens physisch intim, während die emotionale Intimität häufig außen vorbleibt. 

Tatsächlich können Freunde oft viel mehr Intimität miteinander erleben, als manch 'Liebende'. Intimität ist dort present, wo die Hüllen des Scheins fallen und die Rüstungen, die uns vor Kritik und Scham schützen sollen, schmelzen und an ihrer Stelle Wahrhaftigkeit zu Tage treten darf. 

Um intim sein zu können, muss ein Zugang bestehen, zu dem, was nicht in erster Linie sichtbar ist. Und für diesen Zugang braucht das Nervensystem das Gefühl von Sicherheit. 

Leider liegt über dem Thema Sex ein so schwerer Taboo- Mantel, dass im Alltag kaum im gesunden Kontext, darüber gesprochen wird. Stattdessen wird dieser wunderschöne junge, lebendige Teil in uns mit Vorurteilen & Scham besudelt und mit Gefühlen der Schuld manchmal unerträglich beschwert. 

Wenn wir also unsicher sind, fällt es uns bei diesem Thema oft wahnsinnig schwer, um Rat zu fragen, was schwerwiegende Folgen haben kann: unsere Sexualität ist mit unseren Urinstinkten verbunden, unserem Sinn für gesunde Abgrenzung und Bedürfnisse. 

Ohne eine gesunde Beziehung zu unserer Sexualität, leidet auch unsere Beziehung zu unseren Instinkten. 

Unser Körper ist ein weises Instrument, das uns gegeben wurde, um die Welt durch ihn und dementsprechend durch unsere Sinne zu erfahren & einordnen zu können. Die Intimität zu uns selbst, also die tiefe Verbindung zu uns selbst und das Bewusstsein dafür, wie die Welt auf uns wirkt, was wir brauchen und was uns gut tut, ist absolut notwendig, um gesunde, sinnvolle Entscheidungen zu treffen; und das bezieht sich auf JEDEN EINZELNEN ASPEKT unseres Lebens. Ohne den Zugang zu uns selbst, ohne die vollständige Annahme unseres Körpers, verwehren wir uns den Zugang zur innewohnenden Weisheit, zur Quelle, die uns die Selbstermächtigung ermöglicht. 

Wo die Intimität zu uns fehlt, fehlt es an Sensibilität für unseren eigenen Grenzen und Bedürfnisse. Und wo das Nervensystem sich nicht auf dich verlassen kann, wo du in deiner Selbsteinschätzung, was deine Grenzen und Bedürfnisse anbelangt, also nicht vertrauenswürdig bist, wird es dir auch kein Ok dafür geben, dich mit Menschen im Außen auf tiefer Ebene zu verbinden. 

Wir können also nur so intim mit anderen sein, wir wir es mit uns selbst sind. 

Nur so, wie ich mich sehen und ansehen kann, kann ich auch annehmen, wie andere mich sehen und ansehen.

Nur so, wie ich mich wertschätze, kann ich mich wahrlich wertschätzen lassen. 

Nur dann, wenn ich wage, mich vollkommen anzunehmen, kann meine Selbstachtung zu einem 'Gefestigt- sein-in mir selbst,  heranwachsen. Nur dann, wenn die Intimität, die Verbindung zu mir selbst, besteht, können Meinungen im Außen objektiv und sogar interessiert von uns betrachtet werden, ohne dass sie uns schaden. 

Intimität mit UNS SELBST ist die Basis für jede einzelne Beziehung nach außen. 

Ob es der Partner oder die Partnerin ist, Freunde, Kinder, Eltern, Geschwister, der Job, die Nahrungsaufnahme, der Schlaf.. ALLES. 

Beginne, mit dir intim zu werden und erlaube dir, unabhängig, liebend und frei dein Leben zu gestalten.

Liebe & Licht, 

Wiebke 



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